National- und Ständeräte unter 35 Jahren aus sämtlichen Fraktionen richten sich im Kampf gegen das Coronavirus an die junge Generation. Nun sei Solidarität gefragt. Der Appell hat es in sich.

Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker unter 35 Jahren wenden sich in der Bewältigung der Coronavirus-Krise an ihre eigene Generation: In einem Appell fordern sie die Jungen zu mehr Solidarität auf. Den Appell unterzeichnet haben 16 National- und Ständeräte aus sämtlichen Fraktionen.

Der Aufruf hat zwei Komponenten: Einerseits wird die junge Generation dazu aufgefordert, ältere Menschen in der Bewältigung des Alltags zu unterstützen. So sollen alle gesunden Jungen ihre Hilfe im Quartier anbieten oder sich in Online-Gruppen eintragen.

Andererseits fordern die Jungpolitiker ihre Generation auch dazu auf, sich uneingeschränkt an die Vorgaben der Behörden zu halten. Im Appell heisst es wörtlich: «Um es ganz klar zu sagen: Sich dem Social Distancing zu verweigern ist kein Zeichen von Mut, sondern dumm.»

Die Jungpolitiker fordern in ihrem Appell ausserdem Lösungen für die Kinderbetreuung. Dass die Schule ausfällt und Kinder zu Hause bleiben, stelle insbesondere junge Eltern vor grosse Herausforderungen. Die National- und Ständeräte fordern Gegenmassnahmen von Bund, Kantonen, Gemeinden, Arbeitgebern und der Gesellschaft.

Den Appell unterzeichnet haben (in alphabetischer Reihenfolge): Mike Egger (SVP SG), Tamara Funicioello (SP BE), Johanna Gapany (FDP FR), Corina Gredig (GLP ZH), Baptiste Hurni (SP NE), Samira Marti (SP BL), Mattea Meyer (SP ZH), Fabian Molina (SP ZH), Jon Pult (SP GR), Léonore Porchet (Grüne VD), Mathias Reynard (SP VS), Franziska Ryser (Grüne SG), Meret Schneider (Grüne ZH), Andri Silberschmidt (FDP ZH), Simon Stadler (CVP UR), Cédric Wermuth (SP AG).

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