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Mut und Unternehmertum bringen die Schweiz voran

Rede zum 1. August 2022

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Es gilt s gsprochene Wort

Sehr geehrti Fäschtgmeind

Es hät scho besseri Ziite geh, wo mir zämme uf de Geburtstag vode Schwiiz agstosse händ. Mini Generation isch bis vor 3 Jahr prägt gsi vom Idruck, dass schlimmi Gräueltate in Europa definitiv de Vergangeheit aghöred. Sie isch devo usgange, dass d Reisefreiheit jederziit garantiert isch und de Staat vor allem da isch, gueti Rahmebedingige z’schaffe, aber nie um derart stark i euses Privatlebe müsse izgriife. Mir händ s Wort Inflation zwar im Wirtschaftsunterricht ghört, aber e langi Ziit vo stabile Priise erlebt. Einiges, was für eus bis vor churzem selbstverständlich gsi isch, isch hüt nümm glich.

Es wär aber trotzdem falsch, z’säge, früner seg alles besser gsi. Grad wänn mer eusi Herusforderige ide Schwiiz in Kontext zu dene um eus ume setzt, sind mir nach wie vor es Land vode Glückselige. Wo ich letschti mit öperem über die lange Warteziite a manche europäischä Flughäfe diskutiert han, hani müsse sege, dases ide aktuelle Ziit fast scho schön isch, wänn mir söttigi Problem hend, wo d Schlagziile präged.

Was die aktuell Ziit mir und wohl vielne i miinere Generation glernt het, isch, dass praktisch nüt sälbschtverständlich isch. Mir ide Schwiiz sind ide letschte Jahre meistens besser wie anderi Länder dur e Krise cho. Wird das denn au in Zuekunft immer so sih? Mir wüsseds schlicht und eifach nöd. Mer sötted eus aber vom Gedanke verabschiede, dases bi eus eifach guet isch, wills scho immer so gsi isch.

Ich bin überzügt: Euse Wohlstand, eusi Chaufchraft und eusi Kriseresistenz chönd mir nur usbaue, wänn mer tag ih, tag us dra schaffed. Seg das ide Politik, ide Wirtschaft, i allne Verein mit freiwilligem Engagement und au ide Familie. Jede und jedi chan en Bitrag dezue leiste, dases mir guet händ ide Schwiiz.

Dadebi bruchts immer au Mänsche, wo muetig vorahschriitet. Wo Theme ahspreched oder sich für öpis isetzed, was für anderi unvorstellbar isch. Wo de Glaube atriebt, dass sie dademit öpis guets für sehr viele anderi Mänsche mached. Oftmals chunt zämme mitem Muet au de unternehmerischi Atrieb. Mer gaht es Risiko ih. Wer scho Risike igange isch, weiss, dass Erfolg und Misserfolg meistens nöd wiit usenand lieged. Wer aber kei Risike igaht, wird au nöd viel chönne bewege. Und bekanntlich isch Stillstand Rückschritt. Drum find ichs so wichtig, dass mir meh Muet händ, unternehmerisch öpis azpacke und Risike izgah. Natürlich immer no so viel Risike, wie mer chan selber träge und d Verantwortig defür überneh. Es därf durchus au mal öpis schief gah. Misserfolg isch nöd Schiitere, sondern eifach ei Erfahrig meh, wo mer gmacht het, um zum Erfolg zcho.

Alässlich vode hütige erst August Fiir wür ich gern foif Schwiizer würdige, wo i ihrem Läbe – oder au hüt no – muetig gsi sind und grossartigs gleistet händ.

D‘Emilie Lieberherr isch 70 Jahr vor mir uf’d Welt cho. Drum han ich erst nach de Lektüre vo ihrere Biografie so richtig begriffe, mit wellem Muet sie eusi Schwiiz positiv veränderet hät. D Emilie Lieberherr isch i eifache Verhältnis im Kanton Uri ufgwachse, wo ihre Vater bide SBB gschaffed het. Sie het verschiedeni brueflichi Statione durchloffe, vode Bankmitarbeiterin bis zur Bruefsschuellehrerin und dezwüsched ade Uni Bern gstudiert. Zum d Recht vode Konsumente z stärche, het sie im Jahr 1961 s Konsumentinneforum gründet. Wie vieles vo ihrem Schaffe het au das no bis hüt bestand. De gröscht und wohl wichtigst Erfolg isch ihre mit de Ifüehrig vom Frauestimmrecht glunge. Zum das erreiche, het sie s Aktionskomitee für de Marsch uf Bern präsidiert. D Emilie Lieberherr het aber nöd eifach nur die grosse Themene apackt, sondern au im chline und konkrete gwürkt. Sie isch die erst Stadträtin vo Züri gsi und het i dere Funktion 22 Altersheim baue und zum Bispiel d Alimentebevorschussig igfühert. Das sind alles Errungeschafte, wo hüt nümme weg z denke sind und tusigi Mensche devo profitiert händ. Nöd weg z’denke isch au ihres Würke anere monderne Schwiizer Drogepolitik gsi, wo sich uf 4 Süüle abgstützt hät. D Stadt Züri isch dazumals mit Bilder vo Drogeabhängige Mänsche bim Platzspitz prägt gsi. Anstatt mit Repression z würke, hät d Emilie Lieberherr die kontrollierte Heroinabgab mitinitiiert und dademit en wesentliche Bitrag zur Beruihgig vode Situation rund um de Platzspitz gleistet. Während ihrere Ziit ide Zürcher Stadtregierig isch hät sie au no während 5 Jahr de Kanton Züri im Ständerat vertrette, sich dänn aber wieder welle ufd Lokalpolitik fokussiere.

Für mich isch s Würke vode Emilie Lieberherr i mehrere Hinsicht Bispielhaft. Sie hät zeigt, dass mer us eifache Verhältnis ufgwachse ide Schwiiz d Möglichkeit hät, alles z verändere. Es isch ihre dadebi aber au schnäll klar gsi, dasmer ganz allei nöd viel wiiter chunt, sondern möglichst viel Verbündeti brucht. De grossi Marsch uf Bern isch alässlich vom Jubiläum vom Frauestimmrächt i allne Medie zeigt worde. Es isch klar: Wänn mer d Mänsche chan bewege, ja mitrisse, dänn isch Veränderig au möglich. D Emilie Lieberherr hät aber au bewiese, dass au d Veränderig im chline enorm wichtig isch. Wie d Emilie Lieberherr gits ide Schwiiz tusigi Mensche, wo i ihrere Gmeind als Mitglied vode Exekutive, ide meiste Fäll im Gmeindrat, Verantwortig übernehmed. Es sind Mänsche, wo das weder für viel Gäld no für viel Prestige mached. Ihres Engagement isch deswege aber nöd minder wichtig, im Gegeteil: Grad im Chline chan mer konkret und schnäll öpis bewege, mer chan au Neus usprobiere und wänns glingt, anderi Gmeinde dezue inspiriere, das au z’mache. Drum isches so wichtig, dass mir viele Mänsche händ, wo sich nebed ihrem bruefliche und private Läbe au im Form vonere Miliztätigkeit für d Allgemeinheit isetzen.

Die zweit Schwiizer Persönlichkeit, wo mit ihrem Muet und unternehmerischem Handle viel bewegt hät, isch de Alfred Escher. Er hät d Schwiiz wesentlich im 19. Jahrhundert prägt. Er isch sit de Gründig vode moderne Schwiiz im Jahr 1848 bis zu sim Tat, also 34 Jahr lang, Mitglied vom Nationalrat gsi. Ihm isch schnäll klar worde, dass d Isebahn en wesentliche Triiber vo Wohlstand isch und hät d Gfahr gseh, dass d Schwiiz de Ahschluss chönt verlüre. So hät er vier Jahr nach de Gründig vom Schwiizer Bundesstaat mitghulfe, es Isebahngsetz z verabschiede. Das hät d Vorussetzige gschaffed, dass de Bau und Betrieb vo private Isebahne ide Schwiiz möglich gsi isch. S neue Isebahngsetz hät en Boom vo Investitione usglöst. De Bau vode Infrastrukut hät de Bedarf nach Fachkräft verstärkt. Drum isch mitem Würke vom Alfred Escher d ETH gründet worde. Zuesätzlich hets aber au viel Kapital brucht. So isch nur zwei Jahr nach de ETH die Schwiizerischi Kreditastalt und hütigi Credit Suisse entstande. Innerhalb vo weniger als 10 Jahr nach de gründig vom Schwiizer Bundesstaat hät de Alfred Escher somit wesentlichi Institutione und Firmene gründet, wo bis hüt ihri Würkig entfaltet. Er isch au Visionär gsi, wo er s Projekt zum Bau vomene Tunnel dur de Gotthard voratriebe hät. Die meiste händ wohl dänkt, dass das schlicht nöd möglich isch, en so lange Tunnel dur s Gotthard-Massiv z baue. Unbeirrt vode Kritiker hät de Escher sini Plän verfolgt und umgsetzt.

De Alfred Escher staht exemplarisch für de Wert vom unternehmerische Schaffe. D Gschicht hät bewiese, dass sis unternehmerische Würke für mehreri Generatione triiber vo Wohlstand für alli gsi isch. Mir sind hüt no dankbar, dass mir e ETH händ, wo die dringend notwenidge Fachkräft usbildet oder e Bank, wo Schwiizerinne und Schwiizer ermöglicht, ihri Träum z verwürkliche. Was mir aber chli z denke git, isch, wänn ich mir überlegge, wer denn de Alfred Escher vom 21. Jahrhunder isch? Händ mir au hüt gnueg Mensche, wo durch ihri unternehmerischi Visione de Grundstei vom Wohlstand für die kommende Generatione dünd legge? Oder verwaltet mir eifach nur s Erbe, wo eus mitgeh worde isch? Natürlich isch d Welt z komplex, als dass mer so e Frag mit Ja oder Nei eifach beantworte chan. Aber ich nimme scho mit Sorg zur Kenntnis, dass mir ide Schwiiz viel z wenig drüber redet, wie mir Wohlstand schaffed, sondern viel meh, wie mer de bestehend Wohlstand no besser chönted umverteile. Debi isches wichtig, dass mir hüt d Rahmebedingige so schaffed, dass au morn ide Schwiiz Firme gründet werdet, wo tusige Lüt e sinnstiftendi Arbet und es gnüegends Ikomme chönd geh. Ich bezwiefle, dass die grosse Firmene vo hüt au i 100 Jahr zude grosse werdet zähle. Umso wichtiger isches, dass mir unternehmerische Erfolg nöd mit Niid und Missgunst begegnet, sondern alles dra setzed, dass Unternehmertum ide Schwiiz no meh ermöglicht werde chan. Dadevo profitiered mir alli.

De Othmar Ammann isch wohl de wenigste da Awesende en Begriff. Er isch Brugge-Bauer gsi. Also im wahrste Sinn vom Wort. Er isch in Fürthale nebed Schaffhuse ufd Welt cho und am Zürisee ufgwachse. Im Jahr 1894 isch er ad ETH ga Bauingenierwese studiere und 10 Jahr spöter nach Amerika usgwanderet. Er isch det für verschiedene Ingenieur-Büros tätig gsi, bevor er sich selbständig gmacht hät. Bekannti Bauwerch wo er massgeblich mitgwürkt hät isch d George Washington Bridge oder d Golden Gate Bridge in San Fransisco gsi. Sis Wüsse hät er i mehrere Büecher festghalte, eis devo wird in Amerika als „Bible vom Bruggebau“ betitlet. Eini vo ihm mitplante Brugg, d Verranzo-Narrows-Bridge in New York, het im Jahr 1965 mit 1298 Meter Spannwiiti sogar en Weltrekord ufgstellt. De Othmar Ammann isch no im gliche Jahr im stolze Alter vo 86 Jahr verstorbe.

Er staht für mich stellvertretend für sehr vieli Schwiizerischi Eigeschafte. Sin Bruef, s Brugge baue, isch öpis, wo vor allem im übertreite Sinn e durch und durch Schwiizerischi Eigeschaft isch. Leider isch das grad während de Massnahme zur Idämmig vo Corona ä chli zchurz cho. Wo ich mal nachere Kommissionssitzig us em Bundeshus gloffe bin und es ufem Bundesplatz es paar hundert Demonstrante gha het, isches mir chalt de Rugge durab gloffe. Näbed viel vulgäre Begriff isch zum Bispiel vonere Diktatur d Red gsi. Debi hät eusi Regierig mit bestem Wüsse und Gwüsse – und im Verglich zu eusne Nachbarländer mit viel Augemass – versucht, eusi Gsundheitsversorgig voreme Kollaps und die vulnerabli Bevölkerig vorem tödliche Virus z schütze. Au ich bin längst nöd mit jeder Massnahm iverstande gsi. Was mir aber i dere Ziit gfehlt hät, isch dass mer mit Astand hät chönne unterschiedlichi Meinige usdiskutiere. En aständige Umgang mitenand isch nämmli de Afang vom Bau vonnere Brugg. Mir alli händ es Interesse anere intakte Umwelt, a reformierte Sozialwerch oder anere stabile Energieversorgig. Dadefür bruchts i jedem Bereich Reforme, wo nur möglich sind, wenn mer ufenand zuegaht und Brugge baut.

De Othermar Ammann staht no für e wiiteri Schwiizerische Eigenschaft, nämlich für d Schwiiz als Exportschlager. Er sälber isch ide Schwiiz gross worde und dänn uf Amerika usgwanderet. Mir werdet au dank de Schwiizer im Usland uf de ganze Welt mit Fründlichkeit, Qualität und Bodeständigkeit in Verbindig bracht. Dänn eusi Uslandschwiizer sind e Art Botschafter vo eusne Schwiizer Wert im Usland. Es verlönd aber nöd nur jedes Jahr viele Schwiizer Mensche euses Land, sondern au vieli Ware. Es git unzähligi chlinneri und mittleri Unternehme ide Schwiiz, wo ihres Produkt i die ganz Welt verchaufed. Sie alli sind druf agwiese, dass ide Schwiiz überdurchschnittlich gueti Rahmebedingige vorzfinde sind und mir gueti Handelsverträg mit de wichtige Handelsnatione abgschlosse händ. Insbesondere was d Beziehig zude Europäische Union betrifft hoffed mir alli, dass ändlich e Brugg baue wird, zum uf Basis vo gmeinsame Interesse e gueti Lösig z zfinde.

En vierte Schwiizer wo viel Muet und unternehmerischs Bluet bewiese het, isch de Ruedi Lüthy. Er isch 1941 ufd Wält cho und hät ade Uni Züri Medizin studiert. Er isch Gründer vode Abteilige Infektionschrankheite vom Unispital Züri, wo er über 20 Jahr gschaffed und sich en Name als Schwiizer Aids Spezialist gmacht hät. So hät er s Zürcher Hospitz „Lighthouse“ mitgründet und ebefalls gleitet. Im Rahme vo sim internationale Engagement isch er vonere Ärztin us Simbabwe für e Studie agfröged worde. So häts sich ergeh, dass er in Simbabwe e ambulanti Klinik und es Referenzlabor ufbaut hät. Sie münd sich vorstelle: Da reist en Schwiizer ines Land ufeme andere Kontinent, wo er vorher no nie gwürkt het, und baut usem nüt e extrem wichtigi gsundheitlichi Infrastruktur uf. Nebed em grosse Schaffe vom Ruedi Lüthy het dadebi au vieli Spendegelder ghulfe, wo i sini Ruedi Lüthy Foundation gflosse sind. Sini Tochter füehrt hüt sini Stiftig wiiter.

S Engagement vom Ruedi Lüthy staht für mich für die Schwiizerischi Tradition vode humanitäre Hilf. Mir händ einersits weltwiit bekannti und gschätzti Institutione wie vo ihm oder s Schwiizerische Rote Chrüz. Mer händ aber au e intakti Bereitschaft zur Spend vo Privatpersone und Firmene. Für vieli isches e Selbstverständlichkeit, dass mer sich für die isetzt, wo weniger Glück gha händ im Läbe. Seg das ide Schwiiz oder au uf de ganze Welt. Ganz nach em Motto: Jedi Hilf zählt, egal, i wellem Umfang dass sie gmacht wird. S dichte Netz a Stiftige ide Schwiiz isch einzigartig und zügt vode grosse Solidarität, wo mir tagtäglich läbed. Mir mached das nöd us schlechtem Gwüsse, sondern us de tüüfste Überzügig, dass Hilf au immer Hilf zur Selbsthilf söll sih. So dass die Mensche, wos hüt weniger guet gaht, d Möglichkeit sölled becho, es bessers Läbe zfüehre.

Zum Schluss chum ich uf e Schwiizerin z’spräche, wo imene ähnliche Alter wie ich isch. D‘Lea von Bidder isch e Jungunternehmerin us de Schwiiz und Gschäftsfüehrerin vo Ava. Das isch e Firma wo e Armbanduhr entwicklet het, wo junge Frau hilft, ihri Menstruation z monitore und so ermöglicht, eifacher schwanger z werde. Sie hend mit ihrem Produkt scho tusigi Chinderwünsch erfülle chönne. Sie isch nach ihrem Studium ide Schwiiz is Usland gange und het unter anderem in San Francisco für ihri Firma gschaffed, bevor sie jetzt wieder id Schwiiz cho und sesshaft worde isch. Mit Ava wänd sie nöd nur Fraue helfe, ihre Chinderwunsch z erfülle, sondern ganz generell d Gsundheit vo Fraue verbessere.

D’Lea staht für mich für de Wille, dank Innovation s Wohlbefinde vo vielne Mensche z verbessere. Sie isch eini, wo uf e planbari Karriere binere grosse Firma verzichtet und s Risiko gno hät, sälber öpis z starte. Zum Glück gits immer meh jungi Gründerinne und Gründer ide Schwizz, wo de Wäg ischlönd. Vielleicht wird öper ja de oder die neu Alfred Escher?

D Firma Ava staht aber au für Personalisierig ide Medizin, was immer wichtiger wird. Mir chönd stolz sih, dass mir zwei vode gröschte Pharma-Firmene ide Schwiiz beheimatet händ. Ich bin überzügt, dass d Forschig a neue Medikament eus no viel positivi Schlagziile und Ifluss uf euses Wohlbefinde wird geh. Sind früener Medikament für e breiti Masse standardisiert entwicklet worde, gahts hüt immer meh drum, uf die spezifische Gegebeheit vomene Patient chönne izgah. Eusi stetig stiegendi Lebenserwartig händ mir au de Spitze-Medizin z verdanke.

Gschätzti Dame und Herre

Es gäbt no unzähligi Schwiizerinne und Schwiizer, wo’s verdient hättet, speziell erwähnt z werde. Was i Eusem Land jede Tag gleistet wird, isch eifach unglaublich. Und da gahts mir nöd nur um die, wo am Schluss meh oder weniger bekannt sind. Im Gegeteil: jede Briefusträger, jedi Chauffeuse, jede Bäcker und jedi Sanitärin händ euse Dank und Wertschätzig genau so verdient. Will jede und jedi vo eus chan i eusem eigete Alltag muetig sih und Herusforderige unternehmerisch versuche z meistere und nöd de Chopf in Sand z stecke.

Wänn mir alli chli muetiger werded und bereit sind, Verantwortig z überneh, bewürkt das viel meh, als wänn mer druf hoffed, dases dänn scho irgendöper richte wird. Mir hend euses Schicksal für eus selber, aber au für euses schöne Land, sälber ide Hand.

So wünsch ich mir, dass mir de hütig Nationalfiirtig nutzed, zum Demut gegenüber dem zeige, was und wer d Schwiiz zu dem gmacht hät, was sie isch, aber au Muetig und mit gwüsser Zueversicht id Zuekunft lueged, zum dra schaffe, dass die kommende Generatione mit de Schwiiz es Land vorfindet, wo d Natur intakt und de Wohlstand für alli gross isch.

Das isch d Motivation für mich, mich ide Politik izsetze. Es sind teilwies langi Sitzige und Täg, wo mer bis is letschte Detail versuecht, es tragfähige Kompromiss für alli z finde. Immer mit de Absicht, dass mer euses schöne System und Land Schwiiz chönd Schritt für Schritt verbessere und no lebenswerter mache.

Doch hüt isch für eus alli en Tag zum entspanne, zum gnüsse und zum das, was morn wieder ahstaht, hineane z’stelle zum mit eusne Liebste ah’zstosse. Ich wünsche Ihne vo Herze es schöns Fäscht und viel Muet fürd Zuekunft!

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