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Verbieten oder damit auf Stimmfang gehen? Die Tiktok-Challenge für Schweizer Politiker

Kinder und Jugendliche lieben die chinesische Video-App. Politiker sehen darin ein chinesisches Spionageinstrument.

von Raffael Schuppisser und Stephanie Schnydrig

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«Dank Tiktok kennen mich Schüler»: Andri Silberschmid ist der Polit-Influencer Nummer 1

Judith Bellaiche, GLP-Nationalrätin und Geschäftsführerin der Swico, des Schweizer IT-Branchenverbands, beurteilt die Debatte so: «Eine einzelne App zu verbieten, bloss weil sie aus China kommt, entspricht nicht unserem Wirtschafts- und Rechtssystem.» Eine gesunde Distanz zur App hält sie aber für angebracht. Sie selbst ist nicht auf Tiktok vertreten.

Anders Andri Silberschmidt: Der 29-jährige Zürcher FDP-Nationalrat ist der Tiktok-Star unter den Schweizer Politikern. Er hat über 13 000 Follower, einige seiner Videos wurden mehr als hunderttausendmal angesehen. Dass er als Bundespolitiker auf seinem Handy die Tiktok-App installiert hat, findet er trotz entsprechender Verbote in den USA und der EU unproblematisch. «Ich vertraue den Sicherheitseinstellungen meines iPhones und sehe nicht ein, warum die App anders behandelt werden soll als Instagram oder Facebook», sagt er.

Würde ihm aber ein IT-Experte nachvollziehbar darlegen können, dass die Installation der App ein Sicherheitsrisiko sei, würde er die App von seinem Handy löschen. Nicht aber Tiktok verlassen, sondern seine Follower von einem anderen Gerät bewirtschaften. «Tiktok ist ein wichtiges Medium für mich als Politiker. Ich erreiche hier ein junges Publikum. Wenn eine Schulklasse ins Parlament kommt, kennen sie mich bereits», sagt er.

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